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Gut gefragt.

Antworten für den Alltag

Waschmaschine pflegen und Strom sparen

Helles Waschzimmer mit einer schlichten Waschmaschine und einem Korb heller Wäsche

Du ziehst in eine Mietwohnung mit Waschmaschine und willst vom ersten Waschgang an richtig waschen, dosieren und sparen. Eine Waschmaschine ist ein Reinigungsgerät vornehmlich für Textilien, das Kleidung und andere textile Fertigerzeugnisse in Haushalten ebenso wie im Reinigungsgewerbe reinigt.

Was wäscht in deiner Maschine eigentlich?

In deiner Maschine wirken Wasser, mechanische Kräfte, chemisches Waschmittel sowie Wassertemperatur und Waschdauer in Kombination auf das Waschgut ein. Diese Wirkmittel werden oft an das zu waschende Textil sowie an dessen Verschmutzungsgrad und Verschmutzungsart angepasst. Wenn du das verstehst, stellst du jede Ladung ruhiger zusammen, weil du Textil, Schmutz und Zeit zusammendenkst und nicht nur ein Programm wählst. Die Übersicht zu Haushalt und Alltag ordnet solche Fragen für dich ein.

Warum arbeiten Mittel, Bewegung, Temperatur und Zeit zusammen?

Die Trommelwaschmaschine nutzt eine gelochte und innen mit Rippen ausgestattete Trommel, die sich in einem wassergefüllten Behälter dreht. Die Trommel wirft mit wechselnder Drehrichtung die Wäsche ständig aufs Neue übereinander und erzeugt Wasserströmung und Druckwellen. Dazu nennt die Darstellung den Sinnerschen Kreis mit Waschmittel, mechanischer Bewegung, Temperatur und Zeit. Für dich heißt das im Alltag, dass ein Weniger an einer Komponente durch ein Mehr an einer anderen ausgeglichen wird und dass du stark verschmutzte Baumwolle anders behandelst als leicht getragene Feinwäsche.

Welche Bauform steht in deiner Mietwohnung?

Die in Europa heute am meisten verbreitete Bauform ist die Trommelwaschmaschine, bei der sich eine Wäschetrommel um eine horizontale Achse dreht. Bei Trommelwaschmaschinen unterscheidet man Frontlader und Toplader, je nachdem, wo die Wäsche eingefüllt wird. Durch die immer höhere Rotationsgeschwindigkeit konnte auf eine separate Schleuder verzichtet werden und die Waschmaschine übernahm auch diese Funktion. Schaue daher zuerst, wo sich deine Tür befindet, wie viel Platz zum Befüllen bleibt und ob die Maschine nach dem Schleudern die Wäsche nur feucht statt tropfnass übergibt.

Wie läuft ein Waschgang ab?

Der Zyklus eines Waschvorgangs wird Waschgang genannt und ist in verschiedene zeitliche Phasen aufgeteilt. Die heute in Deutschland ausschließlich üblichen Waschvollautomaten besorgen die Abfolge selbsttätig, wobei meist eine Elektronik mit Mikrocontroller die Steuerung übernimmt, während im preiswerten Segment auch noch mechanische Programmschalter vorkommen können. Das Wasser wird über Magnetventile eingelassen und spült das Waschmittel und das Spülmittel aus dem entsprechenden Behälter in die Flotte. Für dich als Einsteiger bedeutet das, dass du Fach für Fach befüllst, das Programm startest und die Abfolge Einlassen, Waschen, Spülen und Schleudern der Steuerung überlässt.

Was steuert Wasserstand, Temperatur und Ablauf?

Der Füllstand wird über eine Luftfalle mit daran angeschlossenem Drucksensor bestimmt. Dieser ermittelt mithilfe des Drucksensors den nötigen Wasserstand in Abhängigkeit von der Saugfähigkeit und Menge der Wäschestücke, schaltet die Magnetventile und regelt die Laugentemperatur, indem der am Bottich montierte Temperatursensor ausgewertet und der Heizstab über ein Relais oder einen Leistungshalbleiter ein und ausgeschaltet wird. Die Ablaufpumpe als Kreiselpumpe pumpt das benutzte Waschwasser ab und fördert es über einen Ablaufschlauch in die Kanalisation, dessen Ende in einer dem maximalen Füllstand entsprechenden Mindesthöhe endet. Eine gute Beschreibung der Trommelwaschmaschine erklärt dir diese Bauteile mit Zeichnungen und Fachbegriffen näher.

Was bedeutet sparsam bei einer Trommelmaschine?

Nach jahrzehntelanger Koexistenz lösten die Trommelwaschmaschinen die Bottichwaschmaschinen in den 1960er Jahren endgültig ab, weil die Trommelwaschmaschinen deutlich weniger Wasser und Energie verbrauchen. Hölzerne Bottichwaschmaschinen besitzen zwar ein manuell oder elektrisch angetriebenes Rührwerk, können selbst aber das Wasser nicht erhitzen, sodass die Waschlauge anderswo erhitzt werden muss, wenn kein kaltes Wasser verwendet werden soll. Bottichwaschmaschinen mit Metallkessel besitzen neben dem meist mit Flügelrädern ausgeführten Rührwerk häufig auch eine Heizung und sind oft zusätzlich mit einer Wringmaschine ausgestattet, die etwa die Hälfte des Wassers aus der Wäsche herauspresst. Wenn du heute sparsam waschen willst, nutzt du also schon durch die Trommeltechnik, den eingebauten Schleudergang und die lastabhängige Verkürzung der Programmlaufzeit einen sparsameren Aufbau als diese älteren Bottiche.

Brauchst du viel Waschmittel und lange Zeit?

Die Wikipedia-Seite zur Waschmaschine nennt keine Dosiermengen in Gramm für heutige Vollautomaten. Was sie beschreibt, ist das Prinzip der Anpassung an Textilart, Verschmutzungsgrad und Verschmutzungsart sowie das Zusammenspiel aus Mittel, Bewegung, Temperatur und Zeit. Für dich heißt das, dass du bei normaler Alltagswäsche mit der kleineren passenden Menge beginnst, die Wäsche nach Textil und Schmutz trennst und lieber die Zeit und die Mechanik des Waschgangs arbeiten lässt, statt einfach mehr Pulver in das Fach zu geben. Darüber hinaus stehen weitere Funktionen bereit, etwa eine von der Beladung abhängige Verkürzung der Programmlaufzeit und eine laufende Plausibilitätsprüfung der Programmabläufe.

Was lehrt der Blick in die lange Geschichte?

Traditionell wurde Wäsche mit dem Waschbrett in kaltem Wasser an einem mit Frischwasser versorgten Waschplatz oder in einem Zuber gewaschen, später brachten Waschkessel Erleichterung, in denen Wasser mit Festbrennstoffen erhitzt werden konnte, während die Wäsche weiterhin manuell mit Wäschestampfer und anderen Geräten bearbeitet werden musste. Ab dem 17. Jahrhundert kam das Interesse an Maschinen auf, die Rubbeln, Reiben, Stauchen, Schlagen und Bürsten ersetzen sollten, und am 22. August 1691 wurde John Tizack das englische Patent Nummer 271 für eine Maschine erteilt, die auch für das Waschen von textilen Stoffen nutzbar sein sollte, ohne dass die Patentschrift die Konstruktion im Detail beschrieb. Schon im Jahr 1752 wurde eine als Yorkshire Maiden bezeichnete Maschine beschrieben, bei der ein Holzbottich mit Wäsche und heißem Seifenwasser befüllt wurde und durch eine Holzstange mit Griff und Holzscheibe mit Zapfen hin und her gedreht wurde, ein Typ für kleinere Haushalte, der aus England auch nach Deutschland kam und 1740 in Hannover, später in Braunschweig, Hamburg, Leipzig und Augsburg bekannt wurde.

Wie hältst du Anschlüsse und Ablauf in Ordnung?

Eine Waschmaschine benötigt in der Regel einen Stromanschluss, einen Frischwasseranschluss und einen Abwasseranschluss. Einige Waschmaschinen erhitzen die Waschlauge durch Brenngase statt mit elektrischem Strom oder werden zusätzlich oder ausschließlich an die zentrale Warmwasserversorgung der Hausinstallation angeschlossen. Zum Antrieb der Trommel dient ein Elektromotor, früher ein polumschaltbarer Kondensatormotor, später ein Reihenschlussmotor mit Triacsteller, und etwa ab 2010 auch ein bürstenloser elektronisch kommutierter Motor, teilweise als Direktantrieb ausgeführt. Die Hinweise zu Wohnen und Mieten helfen dir, bei Übergabe und Nebenkosten zu klären, welche Anschlüsse vorhanden sind und wer bei Störungen zuständig ist.

Wie startest du ohne Vorkenntnisse sicher durch?

Die erste vollautomatische Waschmaschine kam 1946 in Amerika und im Jahr 1951 in Deutschland auf den Markt; 1949 brachte der Hersteller Schulthess eine mit Lochkarten gesteuerte Maschine heraus, und mit Vollautomaten kam auch der Durchbruch gegenüber der Großwäscherei, da ein menschliches Eingreifen zwischen den einzelnen Prozessschritten nicht mehr nötig war. Die Verbreitung führte in Haushalten zu einer dramatischen Verminderung der für die Wäschepflege erforderlichen Zeit, die allerdings durch gleichzeitig steigende hygienische und ästhetische Ansprüche teilweise wieder ausgeglichen wurde. In den 1960er und 1970er Jahren entwickelten sich Waschmaschinen in den Industrieländern zum preisgünstigen Standard, während sie weltweit noch heute das Privileg einer Minderheit darstellen und um 2010 nur etwa zwei von sieben Milliarden Menschen Zugang hatten. Prüfe vor dem nächsten Waschgang Fächer, Siebzugang, Schlauchlage und Trommelgröße und stelle eine Ladung nach Textilart und Verschmutzung zusammen.